Essen, 24. Februar 2026

WANN UND WO?

24. Februar 2026
Ab 17:00 Uhr

Adresse: Forum Kunst und Architektur
Kopstadtplatz 12  
45127 Essen
 

WIE VIEL?

Die Teilnahme an unseren Testing Nights ist immer komplett kostenfrei.

Der Platz vor Ort ist aber begrenzt, also mit der Ticketbuchung lieber nicht zu lange warten!

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The Art of Software Testing

Sind Tester Künstler? Nun, in gewisser Weise schon. Wir schaffen aus einer mehr oder weniger guten Testbasis in kreativen Prozessen ein Werk aus Testfällen, Testdaten, Teststufen, Automatisierungsgraden und Testarten um Qualität sicherzustellen. Heute wollen wir einmal diesen Blickwinkel einnehmen. Den der Gestalter und kreativen Geister, die Software mit einem ganzheitlichen Qualitätsblick betrachten.

Passend dazu findet die German Testing Night im "Forum Kunst und Architektur Essen" statt: Eine kostenfreie Abendveranstaltung für alle, die sich für Software-Testing begeistern. Ob ihr tief in der Materie steckt oder einfach neugierig seid ist egal. Hier trefft ihr auf Menschen, die eure Leidenschaft teilen.

In Essen erwarten euch …

  • … inspirierende Vorträge,
  • … spannende Gespräche,
  • … und entspanntes Networking auf Augenhöhe!

Die German Testing Night bietet euch die perfekte Gelegenheit, euch weiterzubilden, Fragen loszuwerden und einfach einen informativen Abend mit Gleichgesinnten zu verbringen!

» Meldet euch jetzt kostenfrei an

Programm

Mastering Software Quality
Richard SeidlTesting-Experte und Coach

Wer heute großartige Software entwickeln möchte, muss Testen und Qualität ganzheitlich denken. Aber wie "meistern" wir das? Wie schaffen wir ein Zusammenspiel von Testautomatisierung, Mindset, KI, Testmethoden, Testdaten, Teststufen, etc.? 

Diesen Fragen geht der Impulsvortrag auf den Grund - samt praktischen Tipps und Impulsen zur Umsetzung. Denn wenn wir die Symphonie der Software-Qualität spielen wollen, muss unser Testing-Orchester ausbalanciert, justiert und im Flow zusammenspielen.

Richard Seidl ist Berater, Speaker und Podcast-Host. Er hat in seiner beruflichen Laufbahn schon viel Software gesehen: gute und schlechte, große und kleine, neue und alte. Software so schön, dass man weinen könnte und auch solche, bei der sich die Fußnägel aufrollen. Er unterstützt Unternehmen seit über 25 Jahren auf dem Weg zu mehr Software-Qualität in Produkten und besserem Teamwork in Projekten.

Er ist Keynote-Speaker auf internationalen Konferenzen und Tagungen, hat acht Fachbücher veröffentlicht und betreibt erfolgreich zwei Community-Podcasts über Software Testing.
2025 erhielt er den Deutschen Preis für Software-Qualität - vergeben vom ASQF, GTB und der GI-TAV.

The Art of Collaborative Intelligence - Human Testers in the Age of AI
Florian Fieber, Chief Process Officer bei TestSolutions GmbH

KI verändert das Softwaretesten grundlegend – jedoch anders, als viele erwarten. Während KI enorme Effizienzgewinne verspricht, führt sie zugleich zu neuen Qualitätsrisiken: mehr Code, mehr Geschwindigkeit, aber auch mehr Fehler, Unsicherheiten und Validierungsbedarf. Dieser Talk beleuchtet, warum Testen im Zeitalter von KI zur zentralen Qualitätsinstanz wird und weshalb der Mensch dabei unverzichtbar bleibt.

Anhand aktueller Beispiele zeigt der Vortrag, wo KI im Testprozess ihre Stärken ausspielt, wo ihre Grenzen liegen und warum Konzepte wie Human-in-the-Loop und Collaborative Intelligence entscheidend für nachhaltige Qualität sind. Im Fokus steht der Wandel der Testerrolle: weg von rein taktischer Ausführung hin zu strategischer Verantwortung, Risikoanalyse und kritischer Bewertung von KI-generierten Ergebnissen.

Die Teilnehmenden erhalten ein realistisches, praxisnahes Bild davon, wie menschliche Testkompetenz und KI gemeinsam wirksam werden – und warum die Zukunft des Testens nicht ausschließlich automatisiert, sondern komplementär ist.

Florian Fieber ist Senior Consultant, Produktstratege und erfahrener Experte für Software-Qualitätssicherung mit über 20 Jahren Erfahrung in diesem Bereich. Bei TestSolutions liegt sein Schwerpunkt auf Teststrategie, Bewertung und Verbesserung von Testprozessen sowie der Konzeption skalierbarer QA-Operating-Modelle über den gesamten Software-Lifecycle hinweg. Darüber hinaus verantwortet er das strategische Produktmanagement und die Portfolioentwicklung von Testing-Services sowie das interne Upskilling und Wissensmanagement im Softwaretesten.

Mit einem fachlichen Hintergrund in Medieninformatik und Wirtschaftsinformatik begann Florian seine Karriere als Softwareentwickler und wissenschaftlicher Mitarbeiter, bevor er in die Qualitätssicherung wechselte. Er ist Mitgründer mehrerer Beratungs- und Trainingsunternehmen und unterstützt Organisationen verschiedenster Branchen beim Aufbau nachhaltiger und wirksamer Testpraktiken. Seit 2022 ist er Vorsitzender des German Testing Board und engagiert sich aktiv für die Weiterentwicklung professioneller Standards und Aus- und Weiterbildung im Softwaretesten.

Glue Work makes the Crew Work
Sophie Küster, Test-Automation-Engineer bei cronn GmbH

Also, ich persönlich freue mich ja über unsere neuen KI-Götter. Auf dem Foto die Augen zu? Kann KI reparieren. Ein Test-Konzept für ein neues Projekt schreiben? Macht ChatGPT für Dich. Ein Reiseplan für den Roadtrip, den Du jetzt in der ganzen neu gewonnenen Freizeit machen kannst? Ta-dah, fertig. Ein Proposal für einen Konferenzvortrag über Glue Work? Keine Sorge, nur ein Witz.

Viele von uns fragen sich natürlich, wie viel unserer alltäglichen Arbeit von den Maschinen übernommen werden kann. Wird uns KI am Ende sogar unsere Jobs wegnehmen? Aber wisst ihr, was KI niemals übernehmen kann? Glue-Work. Empathie kann nämlich einfach nicht automatisiert werden.

Glue Work, die unsichtbare Arbeit, die geleistet werden muss, um ein Team erfolgreich zu machen, zum Beispiel neue Teammitglieder einzuarbeiten, Kontakte zu knüpfen und Leute zum Reden zu bringen, wird oft übersehen und man wird seltener dafür befördert als für konkrete technische Leitungen. Und trotzdem würde keiner von uns in einem Team arbeiten wollen, in dem es kein Glue Work gibt, auch wenn wir uns dessen vielleicht gar nicht bewusst sind.

Was ist also Glue-Work? Wer macht es, und wie? Wie machen wir, als Glue Worker unsere Bemühungen sichtbar, und wie stellen sicher, dass unsere Bemühungen vor unserem nächsten Jahresgespräch bemerkt werden?

Lassen Sie uns darüber sprechen, ganz ohne KI-generierte Inhalte. Versprochen.

Als Kind wollte Sophie einmal Ballerina oder Astronautin werden, oder beides. Heute ist sie, mit Diplomen in Mathematik und Jodeln in der Tasche, Test Automation Engineer bei cronn, einem Software-Unternehmen in Bonn. Nachdem sie jahrelang erfolgreich Bugs gejagt hat, setzt sie sich heute aber auch gelegentlich den Entwickler-Hut auf, und schreibt die Bugs einfach selbst. Manchmal spricht sie auf Konferenzen.

Wenn sie gerade nicht an ihrem Computer sitzt, findet man sie auf einem Stand-Up-Paddleboard, in einem Zelt (überraschend oft im Regen) oder an einer Ballett-Stange. Leider aber nie in einem Raumschiff.


Die Vorträge werden komplett in deutscher Sprache stattfinden.